Musikverein Ratshausen e.V.
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Querflöte

Die Querflöte (Traversflöte; ital. flauto traverso) ist als quer zur Körperachse gehaltene Flöte, im Unterschied zur Lang- oder Längsflöte, die Flöte des modernen Orchesters, das beweglichste und virtuoseste der Holzblasinstrumente. Die Anblasevorrichtung der modernen Querflöte besteht lediglich aus einem rechteckigen Loch mit abgerundeten Ecken, das die Wandung sowie darüber eine glatte Platte oder eine Art Wulst durchdringt. Zum Kopfstück mit dem Mundloch treten Mittel- und Fußstück, die die Klappen tragen. Die Wandung des Kopfstücks verläuft parabolisch, die übrige Röhre ist zylindrisch. Die Bewegungen der Klappen bzw. Hebel werden z. T. durch Längsachsen kombiniert.

Am meisten gebräuchlich ist die Querflöte in C (als große Flöte bezeichnet). Der kleinste Vertreter der Querflötenfamilie ist die Pikkoloflöte. Ferner gibt es die Altflöte in G und die Baßflöte in C.

Die ersten sicheren Hinweise auf die Querflöte betreffen China (9. Jh. v. Chr.?). Ein früher europäischer Beleg stammt aus Etrurien (2. oder 1. Jh. v. Chr.). Im 16. Jh. hat die Querflöte eine zylindrische Röhre und sechs Grifflöcher (Querpfeife). Im 17. Jh. wird die Querpfeife, zunächst vor allem in Frankreich, umgestaltet. Das bisher einteilige Instrument wird geteilt, Mittel- und Fußstück sind dabei konisch gebohrt, mit dem engeren Durchmesser zum Fuß hin. Hierdurch wird u.a. der Klang heller. Das Anbringen der dis-Klappe nach 1650 ermöglichte volle Chromatik. Ab 1760 werden weitere Klappen hinzugefügt, die die verschiedenen Gabelgriffe überflüssig und damit den Klang ausgeglichener machen. 1847 konstruierte Th. Boehm die moderne Flöte mit ihrem ausgefeilten Klappenmechanismus und ihrem starken Klang. 

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